on3-südwild | Online-Text: Survival-Tipps für den Alltag

on3ThumbnailZivilisiert zurück zur Natur

Was tut man, wenn auf einmal ein Bär vor einem steht? Florian Hirsch lernt an der Wildnisschule und behauptet, in der freien Natur würde man auf nichts verzichten müssen. Hier sind seine ultimativen Survivaltipps für den Alltag.

Ich schlendere am Sonntag unbedarft durch die Fußgängerzone. Plötzlich steht ein Mann im Bärenkostüm vor mir. Er wirbt für Fruchtgummis und geht mir ziemlich auf die Nerven. Was ist zu tun, wenn ich einem Bären begegne?

Am besten ruhig bleiben, ganz langsam entfernen, mit ruhiger Stimme sprechen und nicht in die Augen schauen. Bei Angriff auf den Boden legen und tot stellen. Auf gar keinen Fall wegrennen, der Bär ist immer schneller!

Ich komme aus dem Club – der Herbst hat Einzug erhalten. Mir ist schweinekalt. Was soll ich tun?

Um schnell warm zu werden, sollte man sich einen Laubhügel bauen und sich in die Mitte reinlegen. Etwas schwerer umzusetzen, aber die noch wärmere Alternative: ein Feuer machen. Birkenrinde brennt am besten.

Der Kühlschrank ist mal wieder leer und mein Magen knurrt mit dem Nachbarhund um die Wette. Wenn der Kläffer nicht bald ruhig ist, kommt er auf den Grill. Aber halt, worauf muss ich eigentlich beim Verzerr wilder Kreaturen achten?

Innereien sind ein No-Go, denn dort setzen sich zuerst Krankheiten fest. Außerdem gilt: Vorsicht! Allesfresser können Trichinen haben – also alles gut durchbraten!

Seit Jahren bin ich passionierter Nassrasierer – weil es einfach cool ist. Trotzdem schneide ich mich noch jeden Morgen. Mutter Natur, hilf!

Die Blutung lässt sich mit einem Verband aus blutstillenden Kräutern stoppen. Wegerich kann man zum Beispiel zerkauen und dann für ein paar Minuten auf die Wunde drücken. Er hilft auch bei Bienenstichen und andere Blessuren und Kratzern.

Ich habe mittlerweile 65 Apps auf meinem Smartphone. Für Termine, Navigation, Spiele, Kompass, Wasserwaage… Was bitteschön kann mir die Natur noch bieten?

Die Brennessel! Sie ist eine der nützlichsten Pflanzen, die wir haben. Frische Brennesselspitzen kann man roh essen, die Blätter als Spinat, Brennesselsuppe oder Brennesseltee. Außerdem lassen sich aus der Pflanze prima Schnüre herstellen, die bis zu zehn Kilogramm tragen können.