Kopfball | Online-Text: Kann man mit einem Aufzug abstürzen?

KopfballThumbnailDaniel Hewel aus Köln fragt: Kann man mit einem Aufzug abstürzen?

Die Angst vorm Absturz ist so alt, wie der Aufzug selbst. Erst durch einen mutigen Selbstversuch gelang es dem amerikanischen Aufzugsbauer Elisha Graves Otis im Jahr 1853, die Menschen von der Sicherheit der Fahrstühle zu überzeugen: Otis stand selbst auf seiner Aufzugsplattform, als ein Mitarbeiter das Tragseil kappte. Ein mit der Plattform verbundenes Stahlseil löste durch den Absturz die mechanische Fangvorrichtung aus. Nach nur wenigen Zentimetern wurde Otis Fall gestoppt. Seit damals wurden Aufzüge immer schneller und größer und kommen in immer höheren Gebäuden zum Einsatz. Kopfball-Reporterin Steffi Terhörst findet zusammen mit dem Aufzugsprüfer Axel Stohlmann heraus, wie ein Fahrstuhl funktioniert und testet, was passiert, wenn bei einer fast 80 Meter hohen Aufzugsanlage alle Stricke reißen.

Ohne Aufzüge keine Hochhäuser

Mit der Absturzsicherung begann auch der Siegeszug der Hochhäuser. Sichere Fahrstühle bilden die Voraussetzung für Wohnungen und Arbeitsplätze jenseits der sechsten Etage. Moderne Rekord-Anlagen, wie etwa im Burj-Khalifa-Wolkenkratzer in Dubai, fahren mit Geschwindigkeiten von über 30 Kilometer pro Stunde in mehr als 500 Meter Höhe. Bei solchen Ausmaßen wiegen alleine die Stahlseile des Fahrstuhls mehrere Tonnen.

Lebensrettende Mechanik

Damit die Sicherheit von Aufzügen dauerhaft gewährleistet ist, prüfen in Deutschland die Mitarbeiter zugelassener Überwachungsstellen regelmäßig alle Aufzugsanlagen. Im Film sehen Sie, worauf bei solch einer Aufzugprüfung geachtet wird. Beruhigend ist: Trotz moderner Technik arbeiten Absturzsicherungen auch heute noch rein mechanisch und funktionieren deshalb auch bei einem Stromausfall. Und so gelten Aufzüge als die sichersten Verkehrsmittel der Welt.